Der Darm – das ver­kann­te Genie

Haben Sie gewusst, dass es im Darm mehr Ner­ven­zel­len gibt als im Gehirn? Dass der Darm eben­so wie das Gehirn Sero­to­nin pro­du­ziert? Tref­fen wir des­halb die bes­ten Ent­schei­dun­gen immer aus dem Bauch heraus?

Wuss­ten Sie, dass im Darm mehr nütz­li­che Bak­te­ri­en leben, als wir Zel­len im Kör­per haben? Grund genug, sich etwas mehr mit die­sem Wun­der­or­gan zu beschäf­ti­gen. Die nor­ma­le Medi­zin beschränkt ihr Inter­es­se auf die Darm­spie­ge­lung, die als Vor­sor­ge­un­ter­su­chung natür­lich ihre Berech­ti­gung hat. Mer­ke: Darm­krebs geht immer von zuvor gut­ar­ti­gen Poly­pen aus, die jedoch ent­ar­ten kön­nen. Besei­tigt man bei der Darm­spie­ge­lung even­tu­ell vor­han­de­ne Poly­pen, so ist man für die nächs­ten zehn Jah­re vor dem häu­figs­ten geschlechts­un­ab­hän­gig auf­tre­ten­den Krebs gefeit.

Stö­run­gen im Darm kön­nen zu diver­sen Krank­hei­ten füh­ren: Häu­fig ver­tre­ten ist das Leaky- Gut-Syn­drom (leaky: durch­läs­sig, gut: Darm), Ursa­che vie­ler All­er­gien. Dabei sind die Poren der Darm­schleim­haut erwei­tert und dann so durch­läs­sig, dass noch nicht ganz ver­dau­te Nah­rungs­res­te auf­ge­nom­men wer­den, die eigent­lich zum natür­li­chen Aus­gang beför­dert wer­den soll­ten. Das kann hef­ti­ge all­er­gi­sche Reak­tio­nen auslösen.

Gera­de bei Nah­rungs­mit­te­l­un­ver­träg­lich­kei­ten und All­er­gien gebührt dem Darm höchs­te Auf­merk­sam­keit. Oft ver­ur­sa­chen Pil­ze – allen vor­an Can­di­da albi­cans – das Leaky-Gut-Syn­drom. Sogar Säug­lin­ge kön­nen befal­len sein, sicht­bar durch weiß­li­che Belä­ge der Zun­ge und der Mund­schleim­haut (Soor). Da der Mund ja nur den Anfang des Ver­dau­ungs­trakts dar­stellt, ist der Befall des Darms nur die logi­sche Kon­se­quenz. Stel­len Sie sich doch ein­mal vor den Spie­gel und stre­cken sich die Zun­ge raus: Weiß­li­cher Belag deu­tet auf einen Pilz­be­fall hin. Sind Pil­ze im Darm, so spricht das zusätz­lich immer für eine gestör­te Darm­flo­ra, denn eine intak­te Darm­flo­ra bil­det einen Schutz­schild vor Pilz­in­fek­tio­nen. Die­se bak­te­ri­el­le Fehl­be­sied­lung kann nicht nur zu Fäul­nis­ga­sen und üblen Win­den füh­ren, son­dern auch zur ver­min­der­ten Resorp­ti­on wich­ti­ger essen­ti­el­ler Nah­rungs­be­stand­tei­le. Ein Stuhl­test durch ein spe­zia­li­sier­tes Labor bringt Klar­heit – las­sen Sie Ihre Stuhl­pro­be auf Pil­ze und auf die phy­sio­lo­gi­sche Darm­flo­ra unter­su­chen. Bei Pilz­be­fall muss eine spe­zi­el­le Pilz­di­ät durch­ge­führt wer­den, um den Darm zu sanie­ren. Bei bak­te­ri­el­ler Fehl­be­sied­lung kön­nen über spe­zi­el­le Prä­pa­ra­te die rich­ti­gen Bak­te­ri­en wie­der ange­sie­delt werden.

Aber auch Rück­stän­de des Pes­ti­zids Gly­pho­sat, wel­ches in der kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft das am häu­figs­ten ver­wen­de­te Unkraut­gift über­haupt ist, kann den Darm porös machen. Mitt­ler­wei­le kann man die­ses Gift im Urin fast aller Bun­des­bür­ger nach­wei­sen. Da ist es für mich mehr als unver­ständ­lich, dass Gly­pho­sat von offi­zi­el­len Stel­len immer wie­der als unbe­denk­lich ein­ge­stuft wird. Hier ist der Ein­fluss der Lob­by­is­ten wohl ein­fach zu groß. Abhil­fe schaf­fen nur Pro­duk­te aus streng bio­lo­gi­schem Anbau.

Der gesun­de Darm freut sich zusätz­lich immer über vie­le Bal­last­stof­fe, die sei­ne Peris­tal­tik ver­bes­sern. Das beugt der Ver­stop­fung vor – und ver­bun­den mit einer hohen Flüs­sig­keits­zu­fuhr lässt sich so man­ches Abführ­mit­tel ver­mei­den. Ide­al ist hier Floh­sa­men (indi­scher Hanf) aus dem Reform­haus, der im Kör­per um das 20-Fache auf­quillt. Der Vor­teil: Über die gro­ße Ober­flä­che wer­den vie­le Gal­len­säu­ren gebun­den, die sonst am Ende des Dar­mes wie­der resor­biert und in den Gal­len­säu­ren­kreis­lauf zurück­ge­führt wür­den. Gehen über bal­last­stoff­rei­che Kost jedoch Gal­len­säu­ren ver­lo­ren, müs­sen neue her­ge­stellt wer­den. Und da Gal­len­säu­ren aus Cho­le­ste­rin gebil­det wer­den, sinkt über die­sen Umweg ganz auto­ma­tisch auch der Cholesterinspiegel.

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Dr. med. Spitzbart

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Facharzt für präventive und orthomolekulare Medizin

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Dr. Spitzbart ist spezialisiert auf präventive und orthomolekulare Medizin und leitet die erste Praxis in Österreich für Gesunde.

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