Opti­mie­ren Sie Ihr bio­lo­gi­sches Alter

Im Inter­view ent­larvt Dr. med. Micha­el Spitz­bart typi­sche Gesund­heits­sün­den, gibt Tipps für mehr Ener­gie im All­tag – und eine Vor­schau auf sei­ne bevor­ste­hen­den Credit­re­form-LIVE-Semi­na­re in Nürn­berg und Fulda.

Die meis­ten unse­rer Leser sind zwi­schen 45 und 65 Jah­re jung. Was muss die­se Alters­grup­pe gesund­heit­lich beachten?

Kei­ne Krank­heit fällt vom Him­mel: Herz­in­farkt, Schlag­an­fall oder Bur­nout haben jah­re­lan­ge Vor­lauf­zei­ten – geprägt von klei­nen Sün­den, die jede für sich gar nicht schlimm wären. Doch Risi­ko­fak­to­ren addie­ren sich nicht nur, sie poten­zie­ren sich! In der „stum­men“ Zeit, in der man das Fehl­ver­hal­ten nicht spürt, wer­den trotz­dem Ver­än­de­run­gen auf zel­lu­lä­rer Ebe­ne ver­ur­sacht, die dann zur Krank­heit füh­ren. Wer jedoch ver­stan­den hat, dass man sei­ne Gesund­heit pro­ak­tiv gestal­ten kann, braucht sich vor vie­len Krank­hei­ten nicht zu fürch­ten. Mehr noch: Wir wol­len nicht nur Krank­hei­ten ver­hin­dern, son­dern die gesun­de Leis­tungs­fä­hig­keit erhö­hen. Jeder Sport­ler weiß, dass er mit opti­mier­ten Blut­wer­ten sei­ne Leis­tungs­fä­hig­keit signi­fi­kant ver­bes­sert. Die­ses Poten­zi­al nut­zen Kopf­ar­bei­ter aber in der Regel nicht. Scha­de eigentlich.

Wie gin­ge es denn besser?

Mit bio­lo­gi­schem Rücken­wind. Eine opti­mier­te Pro­duk­ti­on unse­rer Antriebs­hor­mo­ne Dopa­min und Nor­ad­re­na­lin sowie des Stim­mungs­hor­mons Sero­to­nin ver­hel­fen zu ganz neu­em Lebens­ge­fühl. Unbän­di­ger Taten­drang, gute Lau­ne und eine posi­ti­ve Aus­strah­lung – das sind die begehr­ten Attri­bu­te, von denen vie­le Men­schen ger­ne noch etwas mehr hät­ten. Und nicht nur das: Wer sei­ne gesun­de Leis­tungs­fä­hig­keit erhöht, mini­miert gleich­zei­tig sein Krankheitsrisiko.

Wie kom­men Schreib­tisch­tä­ter zu aus­rei­chend Bewegung?

Am bes­ten ist es, sich eine hal­be Stun­de Bewe­gung täg­lich in sei­nen Kalen­der ein­zu­tra­gen – wie einen fixen Geschäfts­ter­min. Wenn man das gleich schon mor­gens vor dem Früh­stück erle­digt, kann das gar nicht mehr hin­ten raus­fal­len. Bana­le Tipps wie Trep­pe statt Auf­zug soll­te man nicht nur ken­nen, son­dern auch verinnerlichen.

Was erwar­tet die Teil­neh­mer auf unse­rem gemein­sa­men Seminar?

Ich möch­te ihnen genau wie mei­nen Pati­en­ten zu einem ganz neu­en Blick­win­kel auf die­se posi­ti­ve Medi­zin ver­hel­fen: Gesund zu leben macht Spaß und wird reich belohnt. Gera­de in unse­rer Ziel­grup­pe ist das enorm wich­tig. Stel­len Sie sich ein­mal vor, ein 60-Jäh­ri­ger fühlt sich plötz­lich wie­der um 20 Jah­re jün­ger. Das ist doch ein ganz ande­res Leben. Und das Schö­ne ist: Man kann die Ver­jün­gung nicht nur spü­ren, son­dern sogar mes­sen. Die maxi­ma­le Men­ge an Sauer­stoff, die pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht ver­ar­bei­tet wird, gilt als wis­sen­schaft­li­ches Maß für bio­lo­gi­sches Alter. Ich möch­te an die­sen Tagen die Teil­neh­mer dazu ein­la­den, die Per­spek­ti­ve zu wech­seln und sich mit den Din­gen zu beschäf­ti­gen, die im Tages­ge­schäft untergehen.

Aber war­um die Blut­tests – was lesen Sie daraus?

Über die Blut­wer­te objek­ti­vie­ren wir den Sta­tus quo. Wir küm­mern uns aber nicht nur um die Risi­kower­te wie Cho­le­ste­rin und Harn­säu­re, son­dern auch um die Leis­tungs­wer­te, die beim Haus­arzt oder Inter­nis­ten lei­der nie gemes­sen werden.

In Ihrer Kolum­ne raten Sie zu geziel­ter Nah­rungs­er­gän­zung. Ist nicht jemand, der sich frisch und aus­ge­wo­gen ernährt, aus­rei­chend versorgt?

Das wäre schön. Unse­re Nah­rung hat sich aber in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren enorm ver­än­dert. Die Land­wirt­schaft wur­de inten­si­viert, damit wir auch genü­gend Platz für Golf­plät­ze haben. Immer klei­ne­re Flä­chen müs­sen immer mehr Ertrag brin­gen. Magne­si­um etwa – ursprüng­lich reich­lich vor­han­den beson­ders in grü­nem Blatt­ge­mü­se – wird dank Kunst­dün­ger und sau­rem Regen nur noch redu­ziert zuge­führt. Auf der ande­ren Sei­te führt Stress zu einem erhöh­ten Ver­brauch an Magne­si­um und Ami­no­säu­ren, und dann misst man trotz vor­bild­li­cher Ernäh­rung oft Defi­zi­te. Zusätz­lich haben 95 Pro­zent der Deut­schen in den Win­ter­mo­na­ten extre­men Vit­amin-D-Man­gel – und zwar ganz unab­hän­gig von ihrer Ernährung.

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Dr. med. Spitzbart

Dr. med. Spitzbart

Facharzt für präventive und orthomolekulare Medizin

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Dr. Spitzbart ist spezialisiert auf präventive und orthomolekulare Medizin und leitet die erste Praxis in Österreich für Gesunde.

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